Motten Designs

Es gibt in einer Konstruktionsklasse natürlich erschiedene Hesteller und Designs. Die folgende Liste soll einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Klasse geben. Jedes Design hat andere Vor- und Nachteile.

Rocket

Die Rocket ist das aktuelle Design von Mike Cook (Aardvark Technologies) aus England. Sie ist eine vergleichweise günstige Motte.  Mike ist für seine Hilfsbereitschaft bekannt und baut kein Boot genau wie das vorherige, sondern versucht das Produkt stets zu optimieren. Dafür geben ihm seine Kunden zum Teil sehr genaue Vorgaben.

 

aardvark.co.uk

 

 

Ältere Designs von Cookie sind die Ninja (2009-2013) und die Axiom (2005-2009).

Axiom V3

Einzelstück (Silver Samurai) zur WM 2007.

  • Niedriges Freibord
  • durchgehendes Trampolin
  • achterliche Schotführung

Axiom V4

Axiom 4

Die Axiom V4 mit der charakteristischen Barbara Streisand Nase. Mindestens 3 Stück:

  • Secret Squirrel (Mike Cook)
  • Tom Whicher
  • Martin Fear

 

Ninja

Ninja

Mittlerweile gibt es schon die 3. überarbeitete Version der Ninja.
Mike Cooke benennt sie nach dem Jahrgang.
Die Form vom Vorjahr konnte (kann?) man sich bei Cookie für Selbstbauprojekte ausleihen.
Die Form vom Vor-Vorjahr wurde dann leider zerstört.

  • 2009: erste Ninja zur EM 2009 - aus dieser Form hat auch Philipp Oligario seine Ninjario gebaut.
  • 2010: Ninja Tuna, ...  - auf der EM 2010 das zweit erfolgreichste Design nach den Mach 2.
  • 2011: neue Form - stellte den Sieger bei der EM 2011.

 

Adam May - GBR

Adam May ist einer der kreativen Köpfe in GB
und Erfinder des May Stick.

http://foilborne.blogspot.com

Seine aktuellen Designs sind:

Außerdem hat er das erste Wingsegel auf eine
Motte gesetzt. Damit kam er Bora Gulari knapp
zuvor.

The Weapon

Stark modifizierte Mistress 3 von Adam May. (Gardasee WM 2007) Weitere Modifikationen als Versuchsträger für das Velociraptor Projekt von Adam May und Dave Chisham.

Velociraptor

Interessantes Design von Adam May. Gemeinsames Projekt von Adam May und David Chisham. Produktion zur Zeit eingestellt?!

Carbon Footprint (Katherine Knight)

Umbau eines Lowriders zu einer modernen Foilermotte. Gemeinschaftsprojekt zusammen mit seiner Freundin Katherine Knight.

Assassin (Fastcraft Ltd) - NZ

Das Design von Fastcraft Ltd. aus Neuseeland.
Assassin

Sehr günstiges Angebot.
Leider auf der Euro 2010 nicht so erfolgreich.
Und laut diverser Besitzer breite Qualitätsstreuung.

Mittlerweile gibt es ein Nachfolgemodell:
Assassin GRS Evolution2

Importeur für Europa:
Nikolaus Liebscher

Bladerider - AUS

Ursprüngliches Design (Bladerider X8) von Amac (Andrew McDougall).

Mittlerweile eine breite Produktfamilie vom Einsteiger FX mit Fiberglass und Alu, über die RX bis zur VRX.

Deutscher Importeur: http://www.onsail.de/
Seit Rohan Veal kurz nach der WM 2009 BR verlassen hat ist es sehr still um Bladerider geworden.

Update: Webseite www.bladerider.com.au wieder aktiv.

Bladerider X8
  • Bladerider X8
  • Bladerider FX
  • Bladerider RX
  • Bladerider VRX

 

Diben (Tristan Pouliquen) - FR

Diben baut zwei Entwürfe von Tristan Pouliquen.
http://www.diben.fr/

Sphinx Colibri

Die Sphinx Colibri wurde als Prototyp auf dem Salon Nautique de Paris 2007 vorgestellt.
Sie war ein Gemeinschaftsprojekt mit BTS Construction navale de Saint-Nazaire und
dem Institut Supérieur des Matériaux du Mans (ISMANS).
Die Foils stammen von Olivier Gouard (Sabrosa).

Katana

Besonders interessant ist die Rumpfform, die an die Schwimmer
eines Wasserflugzeugs erinnert.
Auch hier werden die Foils von Olivier Gouard (Sabrosa) eingesetzt.

FastaCraft (John Ilett) - AUS

John Ilett ist der "Erfinder" der Foiling Moth und firmiert unter dem Namen FastaCraft.

Webseite: http://fastacraft.com

John Ilett war der erste, der erfolgreich Motten mit Foils nur an Schwert und Ruder zum fliegen brachte.

Seine Designs sind:

Prowler MK 1

On the Prowl?

Prowler MK 2

Sieg bei der WM 2005 in Melbourne Australien durch Rohan Veal.

Prowler MK 4

FastaCraft Prowler Mk 4 Sieg bei der WM 2006 in Horsens, Dänemark durch Simon Payne.

 

Zero

FastaCraft Zero
  • niedrigeres Freibord als die Prowler MK 4
  • Ruder ohne Flap
  • geänderte Foils

 

Flashheart (Doug Culnane) - AUT

Doug Culnane ist auch sehr schaffensfreudig. http://www.culnane.net/ Seine Projekte sind neben den Webseiten der IMCA und des Österreichischen Mottenverbands:

Tomahawk

Hier hat Doug Culnane eine Axeman 4 auf Foils gestellt. (WM 2007)

Flashheart

Flashheart

Flashheart ist ein Design von Doug Culnane und Adam May. Besondere Kennzeichen sind:

  • besonders niederer Freibord
  • kein Vordeck
  • V-förmiger Rumpf

 

Full Force (Linton Jenkins) - GBR

Hinter Full Force verbirgt sich Linton Jenkins.

Webseite: http://www.fullforceboats.com/

In Europa (GB, D) weit verbreitet.

Die Mistress Serie ist eingestellt, da sich Linton von den RS600FF mehr Erfolg versprach.

Mistress 3
  • Mistress Mk 1
  • Mistress Mk 2
  • Mistress Mk 3

 

Gilmour Alpha (John Gilmour) - AUS

Die Gilmour Alpha von John Gilmour (AUS) ist ein erfolgreiches Selbstbauprojekt.

Webseite: http://web.mac.com/john_gilmour/mysite/Moth_Design_Blog/Moth_Design_Blog.html 

So wurde David Lister mit seiner Gilmour 3. bei den Australischen Nationals 2009.

Bisher wurden mehr als 4 Stück gebaut.

Gilmour Alpha
  • David Lister
  • Bruce McLoyd
  • John Gilmour

 

Luna (LunaComposites) - POL

Dieses Projekt scheint (Stand Februar 2015) aufgegeben worden zu sein.

Zumindest sind die Webseiten seither nicht mehr erreichbar.

In Polen soll es eine sehr günstige Moth von LunaComposites geben.

Das Komplettpaket (leider mit Alurahmen) kostet ca. 7200 € zuzügl. MwSt.

Leider kennen wir sie nur von Bildern bzw. der Webseite und können deshalb

keine Aussagen zur Wertigkeit oder zum Handling machen.

Mach 2 (McDougall, McConaghy ) - AUS

Auch das Mach2 Design ist von Amac (Andrew McDougall)

Webseite: http://www.mach2boats.com/

Mach 2
  • niedriges Freibord
  • verdeckte Wand Mimik
  • sehr moderne Ästhetik (mittlerweile auch in Farbe und bunt)
  • gut durchdachte Detaillösungen
  • von Anfang an sehr konkurenzfähig (2. Platz Australien Nationals 2009)
    • WM Titel 2009, 2010, 2011 und 2012
    • EM Titel 2009 und 2010

 

Maguire (Simon Maguire) - GBR

Von Maguire gibt es mittlerweile auch mehrere Bootstypen:

Webseite: http://www.maguireboats.com

Exocet (Ellway Design)

Exocet

Chris Rashley gewinnt 2012 auf diesem neuen Design die UK Nationals und die EM.

Die Foils sind eine Weiterentwicklung der Ellway Ninja Foils von 2011.

 

Manta

Eigenes Design von Maguire.

Einzige mir bekannte Sichtung: auf der WM 2012 in Campione am Gardasee.

Monstro (Marco Lanulfi, David Lister) - ITA/AUS

Monstro Design von Marco Lanulfi (ITA) und David Lister (AUS).
Ein Boot zur WM 2011 in Belmont Australien von David Lister.

SLINO (IKEA Moth) - AUS

SLINO

Eine weitere sehr interessante Moth Variante aus Australien.

Die "IKEA" Moth SLINO von MARKLA oder n4rkla?.

Webseite: http://perverted-moth.blogspot.com/

 

Sabrosa (Olivier Gouard) - FR

Leider stellt Olivier keine Motten mehr her.

Aus einer Mail vom10. Februar 2015:

...unfortunately we have stopped the production of our moth 4 years ago.

Sabrosa ist die Firma von Olivier Gouard. http://www.sabrosa.fr/ Olivier war auch am Sphinx Colibri Projekt beteiligt und hat bei seiner eigenen Interpretation einige sehr interessante Ansätze

Scalpel (Marty Johnson, Luka Damic) - AUS

Scalpel Das Design von Marty Johnson (AUS) und Luka Damic (AUS).
Zwei Boote zur WM 2011 in Belmont Australien von Marty Johnson und Luka Damic.

 

Voodoo (Chris Allen) - IRL

Unter Voodoo Boats bietet Chris Allen seine Variante der International Moth an:

http://voodooboats.com

 

Erster größerer Auftritt bei der EM 2015 in Lelystad.

Historische "Lowrider" Designs

Verschiedene historische Designs

Die Magnums Die Axemans Die Anderen
Details : Foto klicken Typ seit beste Ergebnisse Kommentar Wert (Angaben veraltet) Kontakt zu Kennern des Typs
Magnum 3 1977 WM 79/80, EM 78/80, Engl. Meisterschaften 78/79/80 Gutes Anfängerboot, wenn die Rumpfstruktur gesund ist. Stabiles Boot, läuft besser bei Leichtwind. Für hohes Körpergewicht geeignet. ab 500,- Christoph
Wombat 1981 Vic/NSW -Meisterschaft 1982/83 breites Skiff mit schmalem Bugbereich; formverleimt; immer noch schnell bei Schwachwind. Schwierig vorm Wind bei Starkwind. ab 500,- Burkhard
Quattro 1984   Breites Skiff mit ausgewogenen Linien; stitch+glue mit Schaumkimm. Verhältnismäßig gutmütig auf allen Kursen bei jeder Windstärke. ab 500,- Joachim, Andreas
Magnum 5 1981 WM 81/83, EM 82/84, Engl. Meisterschaften 82/83 Etwas schmaler/ weniger formstabil als Magnum 3, aber noch gutes Einsteigerboot. ab 750,-  
Magnum 6 1986 WM 84/85, EM 86, Engl. Meisterschaften 84/85/86 Etwas weniger formstabil als Magnum 5, aber auch etwas schneller. Gutes Einsteigerboot. ab 900,-  
Magnum 8 1988 EM, Engl. Meisterschaften 88/89 U-spantig mit wenig Kielsprung; erfolgreichstes Design seiner Zeit. Möglicherweise das verbreitetste Einsteigerschiff. Kann bei Leichtwind immer noch schnell sein. ab 1.000,-  
Axeman 1 1989   Erstes Schmalschiff, etwas mehr Freibord, für erfahrene Segler mit Schaum im Flügel als Einsteigermoth geeignet. Wasserlinienbreite 350 mm. ab 1.000,-  
Magnum 9 89/90 WM 90, Engl. Meisterschaften 90/91 Das erste Schmalschiff der Magnum-Reihe: schmal, scharfe U-Spanten; die meisten mit Auftriebsflügeln ausgerüstet. Nur für erfahrene Segler mit Schaum im Flügel als Einsteigermoth geeignet. ab 1.000,-  
Axeman 2 / Patterson 1990   WL-Breite 330 mm. Ähnlich der Axeman 1 aber mit breiterem Spiegel, um Einsinken während der Wende zu vermindern. Mit Auftrieb in den Flügeln als Einsteigermotte für erfahrene Segler geeignet. ab 1.000,-  
Axeman 4 - Aussie-Axe 1992 mehrere WM, engl. und austr. Meisterschaften Ähnlich der Axeman 2, aber verfeinert und mit schmalerem Spiegel. Dieses Design war die Basis der australischen Skiffs für die nächsten Jahre. Mit Auftrieb in den Flügeln als Einsteigermotte für erfahrene Segler geeignet. ab 1.250,- Wolfram
Skippy 1992 WM 96, EM 94/97, 4 engl. Meisterschaften Klare Linien, scharfer U-Spant und wenig Kielsprung. Hohes Vordeck. Carbon/Kevlar-Schaum-Konstruktion. Wasserlinienbreite 348 mm; Möglicherweise das erfolgreichste Design der vergangenen Jahre. ab 3.000,- Burkhard
Magnum 9.5 1992 WM 93, EM 92, Engl. Meisterschaften 92/93/94 WL-Breite 316 mm. Ein Design mit klaren Linien, Bulbsteven und konkaver Spantform, um die Wasserlinienbreite und Topgewicht zu reduzieren. 1.5 mm Carbon/Kevlar-Konstruktion. ab 1.500,- Martin
Axeman 5 1993   Ähnlich der Axeman 4, aber mit V-Spiegel.; ab 3.000,-  
Magnum 9.9 1993 3. engl. Meisterschaft Wasserlinienbreite 336 mm. Ähnlich der Magnum 9.5, aber mit schmalerem Spiegel und Flügelruder, was sie bei Leichtwind etwas schneller und bei Starkwind kontrollierbarer macht. ab 1.500,-  
Duvoisin II 1995 EM 94,98
WM 94,96
kastenförmiges Heck, leicht 3.000-4.000 Richard
Axeman 6 1995 1st Engl. Meisterschaften 1999, 3rd WM 98 Sehr runde Spantform, um die benetzte Oberfläche zu minimieren. Carbon/Kevlar/Schaum-Konstruktion. Sehr steifer Rumpf, läuft sehr gut bei Starkwind und Welle. 1.500-2.500  
Skippy 2 1996   Knickspant, keine Flares. Original wurde modifiziert. Alles Carbon, sehr leicht. ab 2.500,-  
Frizz 1997 KM 2000 harmonisches Unterwasserschiff, sehr schmaler Bug, Skippy2-Vordeck, ohne Flares, eckiges Cockpit.
Der Frizz-Plan als .pdf
ab 2.500,- Berthold, Burkhard, Christian
Hungry Tiger 1997 WM 98/2000, Austr. & Engl. Meisterschaften 98/99 Saubere Rumpfform. Ähnlich der Skippy aber mit schmalerem Bug und senkrechten Seitenflächen. ab 5.000,-  
Duvoisin 3 1999 Schweizer Meister 1999-2001, EM 1999, DM 2001 "fast 100% Derivat" der Hungry Tiger; sehr leicht. ab 5.000,- Dirk, Tim
Axeman 7 1999 3rd Engl. Meisterschaften 99 Kreuzung aus Axeman 5 und 6, aber etwas schmaler. Schmaler Pintail-Spiegel, schmaler Bug, unterm Vorschiff sehr rund, zum Heck hin flacher werdend. Weniger Flare am Bug als bei den vergangenen Axeman-Designs ab 5.000,-  

 

Axemans

Die Axeman-Familie

Axeman 1 (oben)

Andrew Patterson verblüffte 1985 die Experten: er reduzierte die Wasserlinienbreite auf revolutinäre 340mm und damit um etwa 35% gegenüber der beherrschenden Magnum 8. Das galt als unsegelbar. Nach anfänglichen Materialproblemen und der Anbringung von Hartschaum unter den Flügeln beendete er die Englischen Meisterschaften mit einem 3. Platz. Danach war nichts mehr wie vorher in der Mothszene.

Axeman 2 (unten)

Die kurz darauf entwickelte Axeman 2 war achtern etwas fülliger, ansonsten ohne Änderungen gegenüber der Mk1.

 

 

 

 

Axeman 3 (3 Bilder)

Die Axeman 3 war ein Experimentierboot: das Schwert war seitlich schwenkbar, es hatte keine Flares, die Seiten waren unten breit und oben schmal und das Heck war ein pintail reinsten Wassrs. leider war es etwas zu schwer geraten und die Schwertmimik funktionierte nicht besonders. Patterson montierte auch Foils, bekam aber die nosediving-Probleme nicht in den Griff. Die Axeman 3 sollte allerdings das Vorbild der Skippy 1 werden.

Axeman 4 (2 Bilder)

Die Axeman 4 sollte die nächsten Jahre dominieren. Erschienen 1990 wurde sie schnell zum Standard, allerdings eher in Australien. Auf der WM in Südengland kupferten die Aussies mit Maßband und Kamera die Mk4 sorgfältig ab und bauten sie in Stückzahlen fast unmodifiziert nach. Die Axeman 4 ist die Schmalmoth, die am leichtesten zu segeln ist.

Axeman 5 (oben)

Patterson enwarf für Selbstbauer die Axeman 5 mit pintail-Heck. Sie ist nicht besonders in Erscheinung getreten.

Axeman 6 (links und oben)

Um den Reibungswiderstand zu verringern entwarf Patterson die Axeman 6 mit kreisförmigem Spant. Sie war die erste Axeman, die konsequent in Carbon/Schaum gebaut wurde. Der gelungene Entwurf wurde unter Ian Forsdyke Europameister 2000.

 

Axeman 7

Graham Caws, Weggefährte von Patterson, entwickelte mit diesem die Axeman 7, wieder konsequent für den Selbstbau konzipiert und mit guten Ergebnissen auf der englischen Meisterschaft 2001.

 

 

Magnums

Die Magnum-Familie

Magnum Mk 6 (oben)

 

John Claridge auf Magnum Mk II (unten)

Die Magnum-Designs von John Claridge und Mervyn Cook basieren auf dem Entwurf "Magnalium" , das Anfang der 70er Jahre entstand. Schon die Magnum MK I war ein Erfolg. Die MK II schließlich war der Durchbruch des Konstruktions-Duos; bald gab es keine Konkurrenz: wer vorne segeln wollte, wählte eine Magnum.

John Claridge auf Magnum Mk III (oben)

Die Mk III hatte die Designmerkmale, die die Klasse bis in die 90er Jahre beherrschen sollten: U-Spantiger Rumpf mit Flares, selbstlenzendes, hinten offenes Cockpit und für damalige Verhältnisse extremerLeichtbau; es gibt Mk III, die heute noch um 40kg komplett wiegen.

 

David Iszatt auf Magnum Mk 5 (unten)

Die MK 5 und die wenig geänderte MK 6 waren in den Jahren um 1980 die Standardmotten, die Preise gewanen. Claridge, Dave Iszatt und Robin Wood beherrschten damit die großen Veranstaltungen

Roger Angell segelt die Magnum 8 (unten)

Die Magnum 8 war eine Augenweide: sehr harmonische Linienführung, keine Abrißkante mehr am Heck und ein stark gewölbtes Vorschiff, um mehr Torsionssteifigkeit zu gewinnen. Die Wanten waren an Bügeln über den vorderen Rahmen aufgehängt; Mast und Baum wurden getrennt, um die Niederholerkräfte in die Schale einzuleiten und den damals üblichen mastbrüchen infoge strarken Niederholerzugs entgegenzuwirken.

 

Die Binnenstruktur einer Magnum 8 (oben)

Simpel-leicht-billig: Spiegel und Mastschott kombiniert mit 2 Rahmenspanten und Längsspant im Vorschiff: das ist alles, was in eine Magnum 8 gehört.

 

 

Klaus Hofers Magnum 9 auf der EM 92 (unten)

Die Magnum 9 war die Antwort auf die revolutionäre Axeman von Andy Patterson. Claridge und Roger Angell entwickelten einen Rumpf mit Bulbsteven und schmaler Wasserlinie. Die ersten Ausgaben hatten Festflügel; später wurde auf konventionelle Tramps umgerüstet

 

Toby Collyers Magnum 9.5 auf der EM 92 (oben)

Die Magnum 9 war einigen Spitzenseglern nicht schmal genug. So modifizierte z.B. Toby Collyer die 9er Grundform, indem er sie in der Wassrlinie zusammenzog, zur Magnum 9.5

 

 

Weitere Lowrider Moths

Weitere Lowrider Moths

Wombat (unten)

Als der schwedische Mothsegler Bertil Hunyadi in Australien einige Monate verbrachte, wollte er dort auch Mothsegeln. Da auf dem scow-fixiertem Kontinent nichts adequates zu finden war, baute er ein neues Skiff. Die Weiterentwicklung hieß Wombat und kam 1984 mit Justus Wolf nach Deutschland und in die Schweiz. Dort bauteBrugmann/Küchli eine massive Form und formverleimte zwei Dutzend Schalen davon, die in der Schweiz und Deutschland verkauft und ausgebaut wurden.

Quattro (oben)

Die Quattro entstand aus der Not, in Deutschland keinen Selbstbauplan für ein konkurrenzfähiges Skiff zu haben. Zwar war die Bauweise den Vorgaben zum Trotz nicht so einfach wie geplant. Immerhin entstanden insgesamt 5 Schiffe, von denen noch fast alle auf dem Wasser sind.

 

Skippy (2 mal unten)

Vorläufer der Skippy war die Axeman 3 von Andy Patterson. Roger Angell nahm das füllige, nach schmaler werdende Unterwasserschiff und entschärfte das pintail. An dieses montierte er ein Flügelchen, um mehr Auftrieb am Heck vorzutäuschen. Dieses verschwand alsbald. Angell reduzierte die Flarebreite und baute eine teilbare Form. Aus dieser wurden mehr als ein Dutzend Schalen gebaut. Nach anfänglich sehr großen Festigkeitsproblemen reifte die Skippy zu einem Boot, daß etliche Welt- und Europameisterschaften gewann.

Skippy II (oben und unten)

Roger Angell entwickelte die Skippy 2 als konsequentes Selbstbauboot. Gegenüber der Skippy 1 wurde Verdrängung vorne und hinten angespeckt, Flares radikal weggelassen und ein Vordeck erübrigte sich durch nach oben schlanker werdende Seiten, die vorne einfach zusammenliefen. Allerdings erwiesen sich nicht alle Designmerkmale als gelungen. Bald wurde sein Entwurf oft modifiziert.

Duvoisin II (unten)

Der sehr innovative schweizer Mothsegler Klaus Hofer baute einen Prototypen (I), aus dem auf der Duvoisin-Werft die Duvoisin II enstand mit kastenförmigem Achterschiff und den Schweizer Wetterverhältnissen angepaßtem extremen Leichtbau.

Frizz (oben sowie 2 Bilder unten)

Frizz ist eine Mischung aus den Designmerkmalen von Skippy1, Magnum 6 und Skippy 2. In einem von Markus Gielen entwickelten Schnellbauverfahren entstanden 4 Boote in Hardschaum/Carbon-Bauweise. Die gebauten Exemplare unterscheiden nur sich in Details

Hungry Tiger (unten)

Der Bootsbauer und mehrfache australische und Weltmeister Mark Thorpe entwickelte nach der Aussie Axe und deren Weiterentwicklungen für die WM in Torbay 1999 die Hungry Tiger, das derzeitige Weltmeisterboot. Vakuumkonsolidiertes Carbon/Schaum-Sandwich ist die Bauweise des relativ leichten Designs, das gegenüber der Axeman vorn und achtern weniger Verdrängung aufweist. Moderate Flares und ein solides Rahmenwerk lassen sie als mäßig konsequente Weiterentwicklung der australischen Linie erscheinen. Im Vordergrund steht Solidität.

Duvoisin 3 (oben)

Die oft modifizierte Rumpfform mündete schließlich in einem extrem konkurrenzfähigen Entwurf, der sich fast nicht von der australischen Hungry Tiger unterscheidet.