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Italienische Offene Meisterschaft '10


Zeit: 
23.07.2010 - 25.07.2010
Ort: 
Arco di Trento?
Freigabe: 
bestätigt
RL-Faktor: 
1,2
M: 
3 (3 Wettfahrten (Maximum bei 1 bis 2 Wettfahrttagen))
Starter: 
24
Moth-Starter: 
24
Bericht: 

Ital. Meisterschaft im Circolo Vela Arco am Gardasee (vom Präsi Carlo)

25 Teilnehmer aus 6 Nationen gemeldet und 23 am Start, dies versprach eine spannende Meisterschaft zu werden. Zumal bei blauem Himmel und ca. 30 Grad ein strammer Wind blies.

Es wurde eine schöne Veranstaltung bei untypischen Nordwind mit 2- 5Bft. Leider war die Wettfahrtleitung nicht in der Lage am Samstag wie geplant um 12 h zu starten.
Sie verschoben den Start von 12 h bis ca. 14 h, weil angeblich dann der Wind nachlassen sollte. Tat er aber nicht und als endlich nach ca. 1 Std Wartezeit auf dem Wasser der Kurs ausgelegt war, sind wir Mitte See ( Höhe Kletterfelsen) bei gut 4- 5 Bft. gestartet.
Wind war böig und drehend. Das Schlimmste war jedoch, dass die Luvboje so nah unter Land lag, dass es dort regelmäßig nur Lowrider Wind gab, unterbrochen von einzelnen heftigen Böen. Hier separierte sich das Feld regelmäßig.
Wer Glück hatte und wenige „Lowridephasen“ hatte, war ganz schnell weit weg. Jedoch waren meist die wirklich „Guten“ auch ganz vorne. Jeder Kurs ging über volle 3 Runden und dauerte ca. 40-Minuten. Dasselbe gab es dann 4 Mal und in jedem Rennen gab es auch Böen mit 6 Bft. Das Feld dezimierte sich aufgrund kleinerer Materialschäden und mangelnder Kondition bis zum letzten Start auf 14 Boote. Ich hatte dann das Pech oder die Ehre, nachdem ich im letzten Rennen noch als 10 die Luvboje ging, 2 Konkurrenten auf dem Vorwind vorbeizulassen und tatsächlich als 12 und damit „Letzter“ den Tag zu beenden.
Mit den Wartephasen zog sich das Ganze bis ca. 18h. Ich bin dann als einer der Letzten um 19.15 h vom Wasser gekommen. Völlig ausgelaugt hatte ich schon das klare Ziel irgendwo schön Essen gehen, Vino Rosso trinken und abliegen.
Dies wurde dann durch die erfreuliche Mitteilung des Ital. Moth Presidenten geändert, dass es im Club ein gemeinsames „Diner“ gäbe. Die Erwartungshaltung war jedoch nicht besonders hoch, da der Club über keine echte „Gastronomie“ verfügt.
Entgegen unseren Erwartung gab es nach einem netten Vorspeisenbuffet und einem Pastateller bei dem man beliebig „ Nachschlag“ bekam auch noch einen Hauptgang mit Fleisch. Einige die sich Pasta satt reingestopft hatten, mußten beim Fleisch bzw. dessen Beilagen passen. Als dann auch noch eine Eistorte zum Dessert serviert wurde, waren wir alle an Ende der Kapazität. Der obligatorische „Limoncello“ rundete das Essen ab und wir waren positiv überrascht, welche Mühe sich der Circolo Vela Arco gemacht hatte.

Am Sonntag sollte dann um 9h Start sein (Heißt eigentlich um spätestens 8:30h ablegen) . Man wollte bei „Nordwind“ die weiteren 4 Läufe segeln. Wer allerdings bis 9 h nicht mal im Club zu sehen war, war die Wettfahrtleitung. Als man dann um 10 h endlich auslief , hatte der Wind schon deutliche Löcher. Bis der Kurs gelegt war, verging nochmals viel Zeit. Das Ergebnis war dann ein sich einstellender Nordwind, nachdem wir bei 1-4 Bft gerade Mal zwei Runden hinter uns hatten. Wir wurden an Land geschickt, wo wir auf den Südwind „Ora“ warteten. Die Ora lies allerdings auf sich Warten. Lezte Startmöglichkeit war 16h. Um 14: 30 h wurde dann erstmals von einem Offiziellen die Regatta für „finito“ erklärt. Als 15 Minuten ca. 5-6 Mothies bereits beim Abbauen waren, hieß es die Ora würde doch kommen. Also wieder nach vorne ans Wasser zum WL (immerhin ca. 250m ) Dort dann wieder Diskussionen, ob gesegelt wird oder nicht, oder kommt die Ora oder nicht?
15 Minuten später dann das endgültige „Finito della regatte“.
Zumindest hatten wir unser Fitnesstraining in Form von Boote an Land hin- und herziehen absolviert.

Die Preisverteilung fand dann in schönem Rahmen statt. Es wurden Getränke und Knabbereien serviert und der ital. Moth Presidente, war voll der Lobensworte für den Club. Neben vielen interessanten Siegertrophaen gab es von Sponsor Zhik, 3 Gutscheine für Segelklamotten, die unter den Teilnehmern verlost wurden.
Hier hatten die drei teilnehmenden „Deutschen“ erfreuliches Losglück. Sowohl Markus Steeb, als auch ich, wurden gezogen und freuen uns über neue Zhik Ausrüstung. Neben 2 T-Shirts die jeder fürs Startgeld bekam war dies ein weiterer erfreulicher Aspekt dieser Regatta.

Abschließend kann man festhalten, die Landorganisation war wirklich perfekt, was man vom der Wettfahrtleitung nicht behaupten konnte. Das Regattieren bei Nordwind und flachem Wasser ist ein Traum, wenn man nur weit genug Abstand von den Abdeckungen am Nordufer gehalten hat.

Zum Ergebnis:

1. Matthias Renker SUI, der mit angeblich dünnerem Hauptfoil nochmals schneller war wie die anderen MACH 2.

2. Markus Steeg , GER der wohl mit Höhenverstellung zumindest einen Lauf hätte gewinnen können.

3. Mikis Psarofaghis SUI mit einem Sieg im ersten Rennen und dann mit gewohnten jugendlichen Ausreisern.

Fazit: Beim Bootsmaterial dominiert Mach 2 auch die Ital. Open.

Infos: 

www.moth.it