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Horsens Moth Regatta '12


Zeit: 
09.06.2012 - 10.06.2012
Ort: 
Horsens
Verein: 
Infos über Sören (DK)
Freigabe: 
bestätigt
RL-Faktor: 
1,0
Ergebnis: 

- keines -

Infos: 

Bei Søren Buhl: Info@horsensvaerft.dk oder im deutschen Forum.

Auschreibung: 

Anmeldung:

Bei Søren Buhl: Info@horsensvaerft.dk oder im deutschen Forum.

Letze Anmeldung: 2 Juni 2012. Das Starterfeld muss mindestens 6 Boote umfassen, damit die Regatta stattfindet.

Bericht: 

Was tun wenn Horsens ausfällt...

5 Meldungen reichten nicht aus um in Horsens am 9/10. Juni eine vernünftige Regatta auf die Beine zu stellen. Verständlich. Was also tun, wenn man stattdessen vor der Bestenermittlung noch ein wenig vor der Haustür segeln möchte. Eigentlich gar nichts, sonst wird es bei mir zu voll.Hans, Sven und ich wollten Segel vermessen lassen, Hans auch noch sein "neues" Boot. Was lag also näher, als sich in Schleswig zu treffen und auf der Schlei zu segeln. Für eine offizielle Regatta mit Anmeldung beim Wasser-und Schifffahrtsamt, bei den Fischern wg der Wiese und allem Pipapo im Segel Club war es zu spät aber ein kleines Trainingsevent sollte es schon sein. Hans informierte seine Dänenfreunde und zu viert reiste man aus Dänemark an. Dazu noch der Überraschungsgast Michi, unser Bootsbauer und Mottensegler aus Bayern, der sich auf der Walz befindet. Mit einem schönen Spruch, aus dem Stegreif abgewandelt auf uns Mothisten und die Gastfreundschaft, verschaffte Michi sich einen guten Einstand. Aus Ratzeburg kam Sven und aus Kiel Hannes, der den GOLDFISCH segeln sollte. 7 Teilnehmer und dann so ungefähr das schlechteste Wetter, was man anbieten kann. Wind aus südlicher Richtung mit Böen bis zu 6 Windstärken und Regen. Dazu ziemlich kaltes Wasser. Echte Mothies lassen sich davon allerdings nicht abschrecken und so wurden die Boote im Windschatten des Borkhauses zunächst mal aufgebaut und in den Regenpausen wurde an den Booten gefachsimpelt. 

Schnell war es 14.00h und wir hatten uns zum Start des VOR Inshore Rennens bei mir verabredet. Macht Spass mit so vielen Seglern das Rennen zu verfolgen und gleich nach dem Zieldurchgang der ersten drei Boote wollten wir selbst auch segeln und "stürzten" uns in unsere Neos oder Trockenanzüge. Wer das Schlei-Revier kennt, der kann das folgende gut einordnen. Dank Michi brachten wir das RIB (Rote SAU) ins Wasser und Michi sollte eventuell mal zwischendurch auf eine Motte steigen dürfen. Er machte das Startschiff. Leider ist es auf der inneren Schlei bei der Windrichtung sehr böig und an der Luvtonne unter dem Wald kaum Wind zum foilen. Das war nicht der größte Spass. Ich gab Zeichen zum Aufbruch in die kleine Breite, wo genügend Platz zur Verfügung steht. Ole hatte Hunger und segelte zurück an Land. Hans und Søren Nielsen kämpften allerdings mit den Naturgewalten und waren schwer einzufangen und Hannes hatte, nachdem das Boot zunächst phantastisch flog, Malesche auf dem GOLDFISCH. Das kurbeln an der Pinne brachte nichts mehr. Das "tiller gudgeon" war gebrochen. Ein Ersatzteil war bei mir vorhanden, Sven besitzt auch eins. Wir montierten das Teil recht zügig in der Werkstatt und gingen wieder raus auf das Wasser. Dieses mal gleich in die kleine Breite. Sven und Søren B. waren noch dabei. Ole versuchte es wohl auch, wir rasten aber mehr auf dem östlichen Teil, also ganz hinten durch die Gegend. Hui, ein paar mächtige Böen waren dabei. Mich haute es wohl dreimal so richtig rein und ich hörte nach einigen Runden auf. Hatte aber meinen Spass gehabt, als ich streckenweise mit Hannes und Sven angelegt hatte. An der Kreuz fühlte ich mich nicht wirklich langsam, bis es mich reinhaute und Sven war einfach unglaublich schnell und tief vor-dem-Wind. Hannes drehte ganz ruhig seine Runden mit Sven und konnte an der Kreuz sehr gut mithalten. Michi konnte kurz mit Sørens BR segeln, leider hatte ich davon nicht allzuviel mitbekommen. Den GOLDFISCH wollte ich bei dem böigen Wind nicht noch durch weitere Hände gehen lassen, Hannes hatte dafür schließlich die Verantwortung übernommen. 

Abends, na klar, Schleimöve. Hans stiftete das wieder an und nach einem guten Essen (erstaunlicherweise orderten wir ((fast)) alle dasselbe, nämlich Hummersuppe und danach Schollenfilet (frischer Fang!) mit Remoulade und Bratkartoffeln satt), wie gesagt, nach dem guten Essen kamen wir rechtzeitig zum Fussball, Deutschland ./. Portugal wieder an den Bildschirm. Dieselbe Sitzordnung wie mittags beim VOR.

Das Frühstück am Sonntag zog sich etwas hin. Das Wetter war nicht gerade einladend. Im Prinzip identisch mit Samstag. Inzwischen auch passend zur Vorhersage, was ja Samstag nicht der Fall war. Nachmittags sollte es aufklaren und die Sonne sollte durchkommen. Prima für die Heimfahrt aber zu spät zum segeln. Søren Nielsen, der Neue und Søren B. bauten auf, dazu auch Hannes und mein Boot war auf Standby geparkt. Hans musste nach Hause fahren, wir behielten aber sein Boot und seine Segel für die Vermessungsarie, die mit Ole gegen halb vier nachmittags verabredet war. Bei Hannes hatte sich, zum Glück noch vor der Segelei, das Schubgestänge vom Wand getrennt, was mir nach wie vor unverständlich ist, denn ich bin ja der Bootsmann für den GOLDFISCH. Die Sache war natürlich schnell behoben und dank Markus hervorragender Einweisung beim Training Anfang Mai wurde auch sofort wieder die richtige Einstellung gefunden (DANKE nochmal Markus, ich habe wohl einiges kapiert) Søren, unser Winddummy für den Sonntag kam schon bald vom Wasser zurück und berichtete, es sei einfach zu böig um Spass zu haben. Es hatte ihn schon mächtig umgehauen. Zwischendurch zogen auch ein paar schwarze Wolken durch und es sah aggressiv aus. Als es nachließ ging auch Hannes raus und Søren folgte nochmal. Die beiden hatten auch ein kleines Schwimm Festival, wie Magnete wurden sie nach einer Kenterung, in unmittelbarer Nähe zueinander, immer wieder angezogen und konnten nicht einwandfrei starten, ohne eventuell Schaden anzurichten. Irgendwann ging es wohl und nach einiger Zeit kam Søren wieder zurück, Hannes hatte nach gutem Showsegeln ein weiteres Schwimmfestival eingelegt, was uns zunächst nicht beunruhigt hatte. Wir tranken Kaffee und Kuchen oben im Clubhaus mit hervorragendem Blick auf die Aktionen auf dem Wasser. Wir sahen die gekenterte Motte, Trampolin in die Höhe und Sven meinte noch, da könne nicht viel passiert sein, wenn der Mast unten ist, ist das Trampolin nicht oben. Logisch. Leider fand ich kein Fernglas im Bootsschuppen aber irgendwie wurde ich unruhig. Kein Wunder bei dem schönen Boot. Ich bat zunächst Søren nochmal rauszufahren -er kam gerade an Land- um zu erfragen, ob Hilfe notwendig sei und fing im gleichen Moment an, das RIB zu Wasser zu lassen. Søren kam zurück mit der Meldung, das Mast sei unten, vermutlich Wantenbruch. Hannes sei aber wohlauf und sicher und fummele die Tampen ab. Es dauerte etwas mit dem RIB aber endlich konnte ich mit S. Nielsen (der Einfachheit halber Nielsen genannt) im Bug Vollgas geben um Hannes zu helfen. Da war auch schon unser Freund der Fischer, Jönne Ross, unterwegs zum Havaristen. Danke Jönne, du hast bestimmt ein gutes Fernglas und hast schneller geschaltet als wir. Jedenfalls winkten wir Jönne ab, dankten ihm und halfen Hannes das Rigg komplett vom Boot zu trennen, damit nichts zerschlägt. Gelang auch gut und Hannes bestand darauf beim Boot zu bleiben und wir sollten zunächst das Rigg an Land bringen. Machten wir auch. Søren sprang wieder ins Wasser und nahm es in Empfang und wir holten daraufhin Hannes, der sich erstaunlicherweise mit Katzengewandheit auf das Boot (ohne Rigg) geschwungen hatte. So nahm der Tag, seglerisch gesehen, ein glückliches Ende. Die Boote wurden verpackt und wie sollte es anders sein, wir schauten um 14.00h den Start des VOR zur siebten (?) Etappe: Lissabon nach Lorient.

Nachmittags kam dann Ole, die Sonne schien, der Wind war moderat und aus westlicher Richtung und wir konnten im Clubraum 4 Segel vermessen und im Bootsschuppen eine Motte. Dabei wurde sehr gründlich zur Sache gegangen und ich habe wieder etwas gelernt. Das war auf jeden Fall ein erlebnisreiches und schönes Wochenende und ich hoffe, wir sehen uns alle am Walchensee am Ende des Monats wieder.

Smooth sailing

Manfred

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